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Hessen Mann angefahren: Ermittler nehmen Streit als Hintergrund an

Polizist in Uniform. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild)

Darmstadt/Rüsselsheim (dpa/lhe) - Ein Unfall an einer Bushaltestelle in Rüsselsheim mit einem Schwerverletzten war nach bisherigen Ermittlungen Absicht des Autofahrers. Ein 32-Jähriger soll sein Auto am Donnerstag in die Haltestelle gelenkt und einen 20-Jährigen angefahren haben, wie die Polizei mitgeteilt hatte. Das Opfer und der Tatverdächtige kannten sich ersten Ermittlungen zufolge, die Tat geschah demnach aus einem Streit heraus, wie Oberstaatsanwalt Robert Hartmann von der Staatsanwaltschaft Darmstadt am Freitag sagte.

Gegen den 32-Jährigen erging am Nachmittag Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Wie viele Menschen an der Haltestelle warteten, werde noch ermittelt, man gehe von ein bis zwei Personen aus. Der Mann sei gezielt auf den 20-Jährigen zugefahren. Anschließend habe es noch eine körperliche Auseinandersetzung gegeben, an der auch der 32-Jährige beteiligt gewesen sei.

Zeugen hatten am Donnerstagnachmittag die Polizei alarmiert. Der Fahrer wurde vor Ort von der Polizei festgenommen. Der durch die Kollision schwer verletzte 20-Jährige sowie ein leicht verletzter Mitinsasse des Autos wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei bat weitere Zeugen, sich zu melden.

Oberbürgermeister Udo Bausch erklärte, wie viele Bürger der Stadt und aus dem Stadtteil Königstädten sei auch er schockiert. "Zwar sind die Hintergründe noch unklar, dennoch ist die Vorstellung von so einer schrecklichen Tat nur schwer erträglich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass noch andere Menschen oder Kinder hätten verletzt oder sogar getötet werden können."

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