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Hessen Mann soll Tötung zugesagt haben: Prozessauftakt

Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Er soll seinem Vater versprochen haben, einen Verwandten umzubringen: Seit Mittwoch steht deshalb ein 23 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem türkischen Staatsangehörigen Verabredung zum Totschlag vor. (Aktenzeichen: 3690 Js 217776/19)

Hintergrund der Unterredung im April 2019 im Frankfurter Ostend sollen unter anderem Schulden eines Cousins bei der Familie gewesen sein. Kurze Zeit später wurde der Verwandte durch einen Messerstich tatsächlich schwer verletzt - allerdings gilt der heute flüchtige Bruder des Angeklagten als mutmaßlicher Täter.

Zum Auftakt äußerten sich weder der Angeklagte noch der Verletzte zu Vorwürfen, Tathergang und Hintergründen. Den Ermittlungen zufolge waren nicht nur die offenen Schulden Tatmotiv, sondern auch, dass der Cousin kurz zuvor die Polizei verständigt hatte.

Sollte die verabredete Gewalttat den Charakter einer Strafaktion getragen haben, komme auch ein versuchter Mord aus niedrigen Beweggründen in Betracht, hieß es in einem rechtlichen Hinweis der Schwurgerichtskammer. Auch der flüchtige Bruder könne sich in diesem Sinne strafbar gemacht haben. Er soll sich in der Türkei aufhalten.

Das Gericht steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme und hat vorerst sieben weitere Verhandlungstage bis Ende Mai terminiert.

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