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Hessen Mehr Beatmungsgeräte und freie Betten in Hessen

Ein Intensivbett auf einer Intensivstation. Foto: Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Kliniken in Hessen haben ihre Kapazitäten für schwere Infektionen durch das Coronavirus deutlich erhöht. "Die Krankenhäuser haben die Möglichkeiten zur Beatmung ausgeweitet, statt 1200 stehen 1900 Betten mit Beatmung zur Verfügung", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden. Insgesamt gebe es in den Kliniken 12 192 freie Betten, 2475 noch mehr als vor zehn Tagen.

Die Zahl der Beatmungsgeräte soll weiter steigen: Ein Beschaffungsprogramm ermögliche den Krankenhäusern den Einkauf von 380 Geräten. Zudem hat das Land eine Meldepflicht erlassen. Alle Einrichtungen müssten ihre Beatmungsgeräte an Gesundheitsbehörden melden. Laut Klose sollen so beispielsweise Geräte in Praxen und Tierkliniken für den Notfall erfasst werden. Die Gesamtanzahl der Covid-19 Patienten in hessischen Krankenhäusern lag laut Klose zuletzt bei 772, davon müssten 175 beatmet und intensivüberwacht werden. Weitere 35 Personen seien nur intensivüberwachungspflichtig.

Außerdem hebt das Land das zumindest noch formal geltende eingeschränkte Besuchsrecht - eine Stunde und ein Besucher pro Tag - in Krankenhäusern, Entbindungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und ambulanten Wohnformen auf. In der Praxis haben viele Einrichtungen dieses bereits abgeschafft. Ausnahmen gelten weiter für besondere Berufsgruppen und Härtefälle wie die Anwesenheit des Vaters bei Geburten oder der letzte Besuch bei sterbenden Familienangehörigen.

Einer generellen Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit erteilte Klose eine Absage. Die Masken seien sowieso schon Mangelware und vor allem für Einrichtungen wie Kliniken wichtig. "Ein knappes Gut noch knapper zu machen, da erschließt sich mir der Sinn nicht ganz", sagte er.

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