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Hessen Mehr Freiheiten für Genesene und Geimpfte

Schutzimpfung gegen Covid-19 mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Trotz sommerlicher Temperaturen haben sich die meisten Ausflügler in Hessen an die Corona-Regeln gehalten. Seit Sonntag gelten Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene nicht mehr.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Sonntag mit viel Sonne und Temperaturen von stellenweise bis zu 30 Grad hat auch in Hessen zahlreiche Menschen auf Plätze und in Parks gelockt. Größere Probleme oder Verstöße gegen Corona-Regeln habe es bis zum frühen Sonntagmittag nicht gegeben, wie die örtlichen Polizeipräsidien mitteilten. In der Landeshauptstadt Wiesbaden fanden einige kleinere Versammlungen statt oder waren vorab angemeldet. Hier sei alles friedlich verlaufen, so die Behörden.

Mit dem Sonntag fallen nun für vollständig geimpfte und von einer Corona-Infektion genesene Menschen auch in Hessen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen weg. Die bundesweit geltende Verordnung, die diese Öffnungsschritte für Tausende Hessen regelt, ist am Sonntag in Kraft getreten.

Vollständig Geimpfte und Genesene werden nach der Verordnung bei Treffen mit anderen Personen nun nicht mehr mitgezählt. Also können sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl Geimpfter treffen. Geimpfte müssen zudem in Läden oder beim Friseur keinen Test mehr machen.

Abendliche Ausgangsbeschränkungen fallen für beide Gruppen ebenfalls weg. Nach Reisen oder nach Kontakt zu Infizierten müssen sie in der Regel auch nicht mehr in Quarantäne - außer man hat sich mit einer in Deutschland noch nicht verbreiteten Virusvariante angesteckt oder man reist aus einem Virusvarianten-Gebiet ein. Auch Geimpfte und Genesene müssen aber weiter Masken an bestimmten Orten und in Gebäuden tragen und Abstandsregeln befolgen.

Als geimpft gelten alle Menschen, die den vollen Impfschutz erreicht haben. Laut Verordnung ist dies der Fall, wenn nach der letzten erforderlichen Einzelimpfung - in der Regel nach der zweiten Impfspritze - mindestens 14 Tage vergangen sind. Die geimpfte Person muss als Beleg einen Nachweis auf Papier oder digital auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch vorlegen können.

In Hessen haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile mehr als 515 000 Bürger eine Corona-Zweitimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 8,2 Prozent im Land. Als genesen gelten laut Verordnung diejenigen Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 6 Monate alt ist.

Derweil haben sich innerhalb eines Tages weitere 1113 Menschen nachweislich in Hessen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag (Stand: 3.12 Uhr) hervor. Die Zahl der Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner (Inzidenz) ging demnach weiter zurück und lag landesweit bei 121,2 nach 123,1 am Vortag (Vorwoche: 153,4).

Die höchste Inzidenz wies weiterhin die Stadt Offenbach mit 216,5 auf; es folgte der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 167,3. Den niedrigsten Wert hatten der Hochtaunuskreis (81,5) sowie die Stadt Darmstadt (85,1) und der Vogelsbergkreis (85,2).

© dpa-infocom, dpa:210509-99-527762/4

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