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Hessen Mehr Übernachtungen in hessischen Jugendherbergen

Blick auf einen Wegweiser vor einer Jugendherberge. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archiv

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Archiv)

Urlaub in Deutschland ist bei Familien beliebt - das kommt auch den hessischen Jugendherbergen zugute. Auch dank Millionen-Investitionen wollen die Häuser in den kommenden Jahren den Aufwärtstrend fortsetzen.

Frankfurt (dpa/lhe) - Nach einem Rückgang im Vorjahr haben die Jugendherbergen in Hessen im vergangenen Jahr wieder ein Plus bei den Übernachtungszahlen geschafft. Insgesamt 716 425 Übernachtungen seien in den hessenweit 32 verbandseigenen Jugendherbergen gebucht worden, das waren 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Landesverband Hessen des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Verbandssprecher Knut Stolle zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, zumal es mit einem Haus weniger als im Vorjahr geschafft worden sei. Die Jugendherberge Rüdesheim war zum Jahreswechsel 2018/19 wegen baulicher Mängel geschlossen worden.

Die größte Gruppe unter den gut 285 000 Gästen bildeten auch im vergangenen Jahr Schulklassen mit rund 37 Prozent, gefolgt von Tagungs- und Seminargruppen (knapp 30 Prozent), Familien und Einzelreisenden (knapp 23 Prozent) sowie Musik-, Sport- und Freizeitgruppen mit gut 10 Prozent.

Mit einem millionenschweren Investitionsprogramm sollen die Jugendherbergen attraktiver für die Gäste werden. Im vergangenen Jahr seien die Maßnahmen mit etwas Verzögerung angelaufen, 2020 solle nun massiv investiert werden, sagte der Vorstandsvorsitzende des DJH Hessen, Timo Neumann. So werde der Landesverband den Neubau der Jugendherbergen Marburg und Rüdesheim beginnen. "Bei beiden Projekten rechnen wir mit der Neueröffnung im Jahr 2022, in Marburg zum Jahresbeginn." Die Jugendherberge Rüdesheim benötige etwas mehr Zeit, da das entsprechende Genehmigungsverfahren noch am Anfang stehe.

Derzeit liefen Arbeiten an den Jugendherbergen Starkenburg in Heppenheim und Burg Breuberg im Odenwald. In der Starkenburg entstehen unter anderem neue Zimmer, teils mit eigenem Bad. Auch in der Burg Breuberg bekämen einige Zimmer eigene Sanitärbereiche, "was in einer Burg diesen Alters eine besondere Herausforderung ist", erklärte Neumann.

Für 2018 hatte der DJH Hessen noch ein Minus bei den Übernachtungen um fast sieben Prozent vermeldet. Dass 2019 wieder mehr Gäste kamen, führte Stolle auf besseren Service, mehr Familienangebote und auch auf generelle Trends in der Reisebranche zurück: Zunehmend verbrächten Familien ihren Zweit- oder Dritturlaub im Jahr in Deutschland, davon profitierten auch die Jugendherbergen.

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