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Hessen Mitarbeiter soll Klinik um 825 000 Euro geschädigt haben

Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

(Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit Abrechnungsbetrügereien im großen Stil soll ein leitender Personalmitarbeiter eine Frankfurter Klinik um rund 825 000 Euro geschädigt haben. Die Anklage, über die von Anfang Mai an vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt wird, umfasse 75 Vorwürfe gegen den 43-Jährigen aus Oberbayern, teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag mit. Der Angeklagte habe zwischen 2010 und 2014 bei dem Krankenhaus Leistungen abgerechnet, die in Wirklichkeit niemals erbracht worden seien. Das Strafverfahren gegen den kaufmännischen Direktor der Klinik, der die Zahlungen gegen besseres Wissen freigegeben hatte, wurde laut Niesen zwischenzeitlich gegen Geld- und Arbeitsauflagen eingestellt.

In einem zweiten Tatkomplex soll der Angeklagte als Teilhaber einer Personalvermittlungsfirma überhöhte Provisionen kassiert haben. Seinem in Sachsen-Anhalt wohnenden Schwiegervater schanzte er laut Anklage darüber hinaus als Fahrer einen Stundenlohn von 85 Euro statt der vorgegebenen 13 Euro zu. Der 67-Jährige hat sich deshalb ebenfalls vor dem Landgericht wegen Bestechlichkeit zu verantworten. Über zwei Jahre hinweg entstand dadurch laut Niesen ein Schaden von knapp 200 000 Euro.

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