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Hessen Mutmaßliche Anlagebetrüger schweigen zu Prozessbeginn

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Kapitalanlagebetrug in großem Stil wird seit Montag zwei Kaufleuten vor dem Landgericht Frankfurt zur Last gelegt. Der Anklage zufolge überredeten die heute 40 und 45 Jahre alten Männer in den Jahren 2010/2011 zahlreiche Anleger, bestehende Lebensversicherungen sowie Bausparverträge aufzulösen und die erhaltenen Geldbeträge in angebliche Immobiliengeschäfte in der Schweiz zu investieren.

Nach Erkenntnissen der Ermittler wurden in fingierten Prospekten Renditen von bis zu 25 Prozent versprochen. Tatsächlich habe keine der angepriesenen Schweizer Immobilien als Renditeobjekt existiert. Der Gesamtschaden für die 45 betrogenen Anleger summierte sich der Anklage zufolge auf rund 435 000 Euro. Als höchsten Einzelschaden stellte die Staatsanwaltschaft den Verlust von 40 000 Euro fest.

Am ersten Verhandlungstag äußerten sich die beiden Angeklagten nicht zu den Vorwürfen. Die Wirtschaftsstrafkammer hat sieben weitere Verhandlungstage bis Anfang Mai terminiert (Az.: 7580 Js 250607/11). Unter anderem sollen alle Geschädigten als Zeugen vernommen werden.

Ursprünglich war auch noch ein Rechtsanwalt mitangeklagt, der für die Vertragsentwürfe zuständig gewesen sein soll. Das Verfahren gegen den Juristen wurde zwischenzeitlich gegen eine Geldauflage eingestellt.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-738700/2

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