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Hessen Nach Messerattacke 20-Jähriger unter Verdacht

Das Blaulicht einer Polizeistreife ist am Rande einer Demonstration eingeschaltet. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

Ein 25-Jähriger wird in Nordhessen niedergestochen. Die Polizei nimmt kurz darauf eine Gruppe junger Männer fest. Gegen einen von ihnen erhärtet sich der Verdacht.

Volkmarsen/Kassel (dpa/lhe) - Wegen eines Messerangriffs in Nordhessen befindet sich ein 20-Jähriger weiter in Obhut der Polizei. Er soll am Mittwochabend einen 25-Jährigen mit mehreren Stichen schwer verletzt haben. "Nun wird geprüft, ob der dringend Tatverdächtige im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt wird, der über den weiteren Verbleib entscheidet", sagte ein Sprecher der Kasseler Polizei am Donnerstag. Das Motiv war zunächst unklar. Die Polizei schließe aber nicht aus, dass es sich um eine Tat in einem "speziellen Milieu" handele.

Laut Ermittlern war es in Volkmarsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) zu einer Auseinandersetzung gekommen. Bekannte des 25-Jährigen hatten den Streit gesehen und die Polizei gerufen. Bei der Tat erlitt das Opfer mehrere Stichverletzungen und musste von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. "Die Verletzungen des Opfers sind nach aktueller Einschätzung nicht lebensbedrohlich", sagte der Sprecher.

Nach der Tat hatte die Polizei sechs Männer im Alter von 19 bis 27 Jahren vorläufig festgenommen. Fünf wurden in der Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine Tatwaffe fanden die Ermittler zunächst nicht. Laut Polizei trug keiner der Verdächtigen bei der Festnahme eine Waffe bei sich. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

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