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Hessen Nordhessen hat Probleme in Schutzgebieten: Müll und Hunde

Ein Lagerfeuer brennt im Wald:. Foto: picture alliance / Klaus-Dietmar Gabbert/ZB/Symbolbild

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Kassel (dpa/lhe) - Nicht nur im Rhein-Gebiet, auch in Nordhessen hat die Corona-Pandemie zu Belastungen für Naturschutzgebiete durch zahlreiche Besucher mit falschem Verhalten geführt. In Kassel gelte dies besonders für das innerstädtische Naturschutzgebiet "Dönche". Hier habe während der Corona-Zeit die Anzahl der Besucher deutlich zugenommen, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Kassel. "Der dort tätige Schäfer berichtet über eine Zunahme von Müll und beschwert sich insbesondere über freilaufende Hunde, die seine Arbeit erschweren." Denn leider fühlten sich auch viele - nicht angeleinte - Hunde von Besuchern "zum Hütehund berufen, wodurch viel Unruhe und Stress in der Herde entsteht, was die Arbeit des Schäfers sehr mühsam macht."

Laut einem Bericht der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" sind zudem in den vergangenen Wochen Partys im Sandwald bei Witzenhausen östlich von Kassel ausgeartet. Dutzende Personen feierten dort mit Rauschmitteln und entzündeten illegal Lagerfeuer. Eine Polizeistreife hatte am vergangenen Wochenende zufällig 20 Jugendliche aufgescheucht. Die Waldbesitzer sorgen sich dem Bericht zufolge schon länger um die mögliche Brandgefahr.

Ebenfalls neu sei die massive Zunahme der E-Mountainbiker im gesamten Landkreis Kassel, die in unbekanntem Ausmaß in allen Schutzgebieten und vor allem auch abseits der Wege fahren, hieß es.

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