Regionalnachrichten

Hessen Nur 3,2 Millionen Euro Dürrehilfe an Hessens Bauern gezahlt

Die Sonne brennt vom Himmel auf die trockenen Felder und auf Disteln am Rande der hessischen Rhön. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach dem Dürresommer 2018 ist aus einem staatlichen Nothilfeprogramm bislang deutlich weniger Geld an Hessens Landwirte geflossen als zunächst angenommen. "In Hessen stehen wir aktuell bei 3,2 Millionen Euro, das Programm ist aber noch nicht abgeschlossen", teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Wiesbaden auf Anfrage mit. Vor rund einem Jahr war Hessen davon ausgegangen, dass von den für das Bundesland bereitstehenden 17,8 Millionen Euro nur sieben bis acht Millionen ausgezahlt werden.

"Die deutlich geringere Summe ist auf die vom Bund sehr hoch gesetzten Anforderungen und die günstigeren Rahmenbedingungen (Märkte, Preise) im weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2018/2019 zurückzuführen", erklärte die Ministeriumssprecherin. Nach Angaben des Bundesagrarministeriums sind insgesamt knapp 292 Millionen Euro an staatlichen Nothilfen ausgezahlt. Damit seien 7214 landwirtschaftliche Betriebe unterstützt worden. Noch laufende Klagen oder Widerspruchsverfahren sind in den Zahlen nicht berücksichtigt.

Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die damaligen Ernteschäden im August 2018 als Ereignis "nationalen Ausmaßes" eingestuft und Hilfen wegen einer Dürre zugesagt. Der Bund und 14 Länder stellten jeweils bis zu 170 Millionen Euro bereit. Voraussetzung für eine Unterstützung war, dass Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind. Gerechnet worden war mit bis zu 10 000 betroffenen Höfen. Neben dem stark von der damaligen Dürre betroffenen Brandenburg gingen große Anteile der Hilfszahlungen nach Sachsen-Anhalt (56,2 Millionen Euro) und Niedersachsen (54,3 Millionen Euro).

Newsticker