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Hessen OB: Frankfurt könnte Standort von Geldwäschebehörde sein

Peter Feldmann (SPD), Frankfurter Oberbürgermeister. Foto: Peter Zschunke/dpa/Archivbild

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Oberbürgermeister Peter Feldmann bringt Frankfurt als Standort der von den EU-Ländern beschlossenen künftigen Europäischen Geldwäschebehörde ins Spiel. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) wolle sie nach Deutschland holen, erklärte der SPD-Politiker am Sonntag. Die EU-Kommission habe eine solche Behörde ins Spiel gebracht, um zweifelhafte Kapitalflüsse besser überwachen zu können und die Aufsichtsbehörden in den Mitgliedstaaten zu stärken.

In einem Brief an BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig schrieb Feldmann nach Mitteilung seiner Stadtverwaltung, als Finanzplatz von Weltrang und inoffizielle Banken-Hauptstadt der EU sei die Mainmetropole für die neue Behörde prädestiniert.

Nicht zuletzt der Skandal um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard und die Debatte über Kryptowährungen zeigten, "wie dringend wir die staatliche Expertise auf diesem Feld stärken müssen", betonte Feldmann. Er bot dem Bankenverband umfassende Unterstützung an: "Bitte lassen Sie mich wissen, wie die Stadt Frankfurt und ihr Oberbürgermeister Sie in Ihren Bemühungen unterstützen können."

© dpa-infocom, dpa:210620-99-72473/2

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