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Hessen Professorin: Kein schwarz-grüner Schmusekurs im Wahlkampf

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Wiesbaden/Gießen (dpa/lhe) - Die Politik-Professorin Dorothée de Nève sieht keine Abgrenzungsprobleme von CDU und Grünen in Hessen im Bundestagswahlkampf. Gerade bei der Klimapolitik seien die Unterschiede sehr offensichtlich und auch im hessischen Wahlkampf klar ersichtlich gewesen, sagte die Expertin von der Justus-Liebig-Universität in Gießen der Deutschen Presse-Agentur.

Die verschiedenen politischen Ebenen auseinanderzuhalten, ist nach Einschätzung von de Nève im Wahlkampf und für die Wähler vielmehr dann eine Herausforderung, wenn Landtags- und Bundestagswahlen gleichzeitig stattfinden. "In Hessen sehe ich diesbezüglich keine Gefahr, dass die Parteien im Schmusekurs vergessen, für ihre eigenen Interessen einzustehen." Das schwarz-grüne Bündnis in Hessen zeige jedoch auch, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien harmonisch und stabil funktioniert.

"In Hessen sind Denkverbote offensichtlich nicht in Stein gemeißelt. Es gibt eine gewisse Offenheit, die es ermöglicht, politisch auch mal neue Wege zu gehen", erklärte die Professorin für das politische und soziale System Deutschlands und den Vergleich politischer Systeme. "Hessen galt schon in den 1980ern als Experimentierkasten für die Bundesrepublik." 2021 könnte sich dies mit einer neuen Koalitionsoption theoretisch wiederholen.

© dpa-infocom, dpa:210908-99-133403/2

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