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Hessen Projektgesellschaft: Ausgleichsmaßnahmen für A49 umgesetzt

Wasserbüffel weiden auf einer Brachfläche bei Amöneburg in Mittelhessen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

(Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild)

Stadtallendorf/Homberg (dpa/lhe) - Als Ausgleich für wegfallende Wald- und Naturflächen für den umstrittenen Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen sind bereits mehrere Projekte angegangen worden. "Mehr als die Hälfte der Ausgleichsmaßnahmen sind schon umgesetzt oder befinden sich derzeit in der Umsetzung", teilte die Projektgesellschaft Deges mit. Dazu gehören etwa Aufforstungen oder ein neues Feuchtgebiet.

Bei den Planungen habe man auf die Funktionen geschaut, die bestimmte Naturflächen besitzen, die dann auch die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aufweisen müssen, teilte die Deges weiter mit. "Das heißt, die Planer haben betrachtet: Wie viele Hektar verlieren wir beispielsweise an Auwaldflächen? Und haben dann die entsprechende Ausgleichsmaßnahme, also die Neuentwicklung von naturnahem Auwald, mindestens eins zu eins entgegengesetzt", erläuterte Claus Rosenstein, Landschaftsarchitekt bei der Deges.

Für den Lückenschluss der A 49 sollen rund 85 Hektar Wald gerodet werden, insbesondere im Herrenwald bei Stadtallendorf und im Dannenröder Forst bei Homberg (Ohm). Die versiegelte Fläche wird laut Deges 124 Hektar betragen, hinzu kommen Flächen beispielsweise für Böschungen. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind auf insgesamt 750 Hektar vorgesehen.

Gegen den Weiterbau der A49 gibt es Widerstand. Die aktuell laufenden Rodungsarbeiten werden von Protesten von Umweltschützern begleitet. Die Kritiker halten das Vorhaben für verfehlt, da es der Verkehrswende und dem Klimaschutz entgegenstehe. Befürworter erhoffen sich unter anderem weniger Verkehr in den Ortschaften und kürzere Wege für Pendler.

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