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Hessen Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer: Urteil Montag

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach knapp sechs Monaten Verhandlung steht der Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Kämpfer aus Syrien vor dem Abschluss. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt zwei Jahre und drei Monate Haft, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Die Verteidigung des 29 Jahre alten Ibrahim H. plädierte auf Freispruch. Während die Anklagevertretung davon ausgeht, dass H. 2013/14 in seinem syrischen Heimatland im Dienste der radikal-islamistischen Organisation "Ahrar al-Sham" stand, sah die Verteidigung diesen Vorwurf als "nicht erwiesen" an. (Az: 5-2 Ojs 6/18-5/18)

H. war bereits 2015 über die Balkan-Route nach Deutschland gereist, kehrte aber später wieder nach Syrien zurück. Bei seiner erneuten Einreise wurde er im Februar vergangenen Jahres festgenommen. Seit Anfang März dieses Jahres hatte er sich vor dem Staatsschutzsenat des OLG zu verantworten. Die Vorwürfe, wonach er auch an Waffen posiert habe, wurden vom Senat zwischenzeitlich fallengelassen.

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