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Hessen Prozess um Raubmord an 58-Jähriger beginnt: Motiv Schulden?

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv

(Foto: Uli Deck/PoOL/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Raubmord an einer 58 Jahre alten Frau aus Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) steht ab Freitag im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt ist ein 46 Jahre alter Bankkaufmann aus Flörsheim, der sein als vermögend geltendes Opfer flüchtig gekannt haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus Habgier sowie Raub mit Todesfolge aus. (AZ 3690 Js 251398/18)

Der Anklage zufolge erschien der Mann am 16. Oktober vergangenen Jahres vormittags an der Haustüre der 58-Jährigen und verwickelte sie in ein kurzes Gespräch. Anschließend wurde er handgreiflich - er begann sein Opfer zu würgen und auf es einzustechen. Aus 15 Messerstichwunden an Hals und Oberkörper verblutete sie noch am Tatort. Der Täter raffte laut Anklage 11 000 Euro Bargeld zusammen und verschwand. Drei Tage später wurde er von der Polizei festgenommen. Später legte er ein Geständnis ab.

Hintergrund der Bluttat waren offenbar Schulden, die der Bankkaufmann bei seinen Eltern und seiner Lebensgefährtin hatte und die mit der Beute beglichen werden sollten. In dem Prozess soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger zur Frage der Schuldfähigkeit zu Wort kommen. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst sieben Verhandlungstage bis Mitte Oktober geplant.

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