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Hessen Prozess um Schwindel mit Aufenthaltsgenehmigungen eröffnet

Das Landgericht Frankfurt. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild

(Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit der Verlesung der umfangreichen Anklageschrift hat am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um einen großangelegten Betrug mit Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für Nicht-EU-Bürger begonnen. Den beiden 37 und 49 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, durch das Arrangement von Scheinehen mit tschechischen Frauen in 38 Fällen meistens Männern aus dem Kosovo zu den Aufenthaltserlaubnissen verholfen zu haben. Dafür kassierten sie laut Anklage rund 415 000 Euro "Honorar" (AZ 6330 Js 230705/17).

Bereits vor dem Prozess hatte der 37 Jahre alte Mitangeklagte den Hauptteil der Vorwürfe eingeräumt. Danach erstreckte sich der Tatzeitraum auf die Jahre 2015 bis 2018. Den deutschen Ausländerbehörden wurden dabei Papiere aus Tschechien und dem Kosovo vorgelegt, die eine Ehe nur vortäuschten. Neben ausländerrechtlichen Verstößen lautet die Anklage deshalb auch auf Urkundenfälschung. Auch der zweite Angeklagte will dem Vernehmen nach ein Geständnis ablegen. Der ursprünglich mit 14 Fortsetzungsterminen bis Anfang Februar anberaumte Prozess könnte sich deshalb erheblich verkürzen.

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