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Hessen Prozess um Überfall auf Kiosk steht vor dem Urteil

Eine Figur der blinden Justitia.

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach mehr als fünf Monaten Verhandlungsdauer steht der Prozess um einen Überfall auf einen Kiosk in Frankfurt vor dem Abschluss. Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt fünf Jahre und zehn Monate Haft wegen versuchten Totschlags für den 31 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter. Dieser soll in der Tatnacht im Januar 2021 im Ostend sechs Schüsse abgegeben haben.

Vier weitere Angeklagte sollen wegen Beihilfe zu niedrigeren Strafen verurteilt, ein weiterer Angeklagter freigesprochen werden. Der 24-Jährige hatte in dem Prozess nicht zweifelsfrei als zweiter Schütze identifiziert werden können.

Die Schwurgerichtskammer will an diesem Mittwoch (30.11.) das Urteil verkünden. Zuvor haben die Angeklagten die Möglichkeit zu Schlussworten.

Hintergrund der Auseinandersetzung sollen Streitereien im kriminellen Milieu gewesen sein. So soll die eine Gruppe eine illegale Pokerrunde der anderen gesprengt haben. In der Tatnacht bewegten sich die Angreifer laut Anklage in einer Kolonne von 8 Fahrzeugen mit 30 Teilnehmern zu dem Kiosk der gegnerischen Gruppe, die sich in dem Lokal verbarrikadierte. Aus den Reihen der Angreifer wurden insgesamt elf Schüsse abgegeben, die niemanden verletzten.

Ein Großaufgebot der Polizei löste die Menschenansammlung schließlich auf. Vor Gericht legten fünf Angeklagte Geständnisse ab, ein weiterer schwieg. Zwischenzeitlich war die Fortsetzung des Verfahrens gefährdet gewesen, weil einer der Verteidiger wegen des Verdachts auf Drogengeschäfte festgenommen wurde und in Untersuchungshaft kam.

Quelle: dpa

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