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Hessen Raser kämpft gegen Haftstrafe

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In einem Berufungsprozess vor dem Landgericht Frankfurt kämpft ein in erster Instanz wegen Raserei verurteilter Autofahrer gegen eine Haftstrafe. Zu Beginn des neuen Prozesses sagte der Angeklagte am Freitag, es habe unmittelbar vor der Polizeikontrolle einen Fahrerwechsel gegeben - er sei nicht der Raser gewesen.

Anfang des Jahres war der 20-Jährige zu einer Haftstrafe von acht Monaten ohne Bewährung verurteilt worden, weil er mit 120 Stundenkilometern durch Städte und auf Bundesstraßen im Hochtaunus-Kreis gerast sein soll. Gegen diese Entscheidung legte er Berufung ein.

Mehrere Autofahrer hatten im Februar die Polizei alarmiert, die den 20-Jährigen am Steuer seines auffallenden Sportwagens schließlich in Usingen stoppte. Der Fahrer gab an, aufgrund eines Notfalles so schnell gefahren zu sein. Die Polizei habe ihm ihre Erlaubnis dazu gegeben, sagte er damals. Nun will er gar nicht zum fraglichen Zeitpunkt hinter dem Steuer gesessen haben.

Eine Jugendbetreuerin bescheinigte dem mittlerweile in Oberbayern wohnenden Mann am Freitag eine "positive Prognose". Die Staatsanwaltschaft hingegen wies darauf hin, dass auch am neuen Wohnort bereits mehrere Ermittlungsverfahren gegen den Mann geführt werden - darunter wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Das Gericht will den Prozess kommende Woche abschließen.

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