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Hessen Rechten Parolen: AStA wirft Liberale aus Studierendenhaus

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen rechter Parolen an einer Pinnwand darf die Liberale Hochschulgruppe das Studierendenhaus der Frankfurter Goethe-Universität nicht mehr nutzen. Das hat der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) beschlossen und dafür Rückendeckung von der Hochschulleitung bekommen.

Bei einer Brandschutzbegehung sei durch Zufall ein bemaltes und beschriebenes Plakat gefunden worden, teilt der AStA am Dienstag mit. Auf Instagram sehe man Mitglieder bereits 2018 davor posieren. Zu sehen seien "rassistische, antisemitische und sexistische Parolen, Zitate und Zeichnungen", darunter auch ein Zitat aus einem SS-Marschlied. Der AStA sieht darin eine Geisteshaltung, "die mit den Grundregeln des Studierendenhauses nicht vereinbar sind".

Das sieht auch die Hochschulleitung so. "Die dort erkennbaren Inhalte stehen in krassem Widerspruch zu den im Leitbild der Goethe-Universität festgelegten Grundsätzen", teilte die Universität mit. "Das Präsidium der Goethe-Universität verurteilt die auf diesem Plakat erkennbaren Verletzungen der Grundsätze unserer Universitätsgemeinschaft."

Die Liberale Hochschulgruppe distanzierte sich am Dienstag von den Sprüchen und Zeichnungen. "Diese sind zum Teil erschreckend und nicht tragbar", hieß es in einer schriftlichen Erklärung. Man werde den Vorfall "vollständig aufklären, aufarbeiten und Konsequenzen daraus ziehen". Mit dem Entzug ihres Raums sind die Liberalen dennoch nicht einverstanden, dies stelle alle Mitglieder unter Generalverdacht.

Die Hochschulleitung begrüßte die Erklärung, bedauerte aber, dass niemand für ein persönliches Gespräch erreichbar war: "Es besteht dringender Gesprächsbedarf, falls die Dinge so sind, wie sie scheinen."

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