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Hessen René Rock: Bibliotheken sollen "Wohnzimmer der Stadt" werden

René Rock (FDP), Fraktionsvorsitzender, bei einer Plenarsitzung des hessischen Landtags. Foto: Arne Dedert/dpa

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessische FDP-Fraktion will die Bibliotheken im Land zu einem allgemeinen Treffpunkt für die Bevölkerung machen. "Bibliotheken können viel mehr, als gedruckte oder digitale Literatur bereitstellen", erklärte Fraktionschef René Rock am Montag in Wiesbaden. "Wir wollen sie durch eine Erweiterung ihrer Funktionen zu einem Wohnzimmer der Stadt machen."

"Die Zeiten, in denen Büchereien ein Ort allein mit Metallregalen voller Bücher, Ausleihtresen und Rückgabeklappe waren, sind vorbei", ergänzte der FDP-Kulturexperte Stefan Naas. Um die öffentlichen Büchereien für die Zukunft aufzustellen, dürfe ihr Zweck nicht alleine auf den traditionellen Bildungsbegriff beschränkt sein. Bibliotheken seien Kultureinrichtungen, sie stellten Angebote zur täglichen Information bereit und ermöglichten Begegnung und Austausch darüber.

Die Bibliotheken dienten damit auch der Vermittlung kultureller Bildung und seien wichtige Orte für die demokratische Willensbildung, erklärte der FDP-Politiker. Diese zusätzlichen Aufgaben und Funktionen sollten im Bibliotheksgesetz festgeschrieben werden. Dafür lege die Oppositionsfraktion ihren eigenen Entwurf für ein "Starke-Bibliotheken-Gesetz" in der Debatte im hessischen Landtag vor.

© dpa-infocom, dpa:210614-99-986154/2

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