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Hessen Rund 377 000 Besucher zur Halbzeit des Hessentags

Ein Riesenrad ist auf dem Festgelände des 59. Hessentages aufgebaut. Foto: Swen Pförtner/Archivbild

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Die Macher des Hessentags haben keinen Grund zur Klage. Nach der Hälfte des Festes resümieren sie: Es läuft gut. Auch die Polizei ist entspannt. Die Hessentags-Beauftragte der Stadt verteidigt die Entscheidungen zur Unterbrechung des Festes wegen Unwetterwarnungen.

Bad Hersfeld (dpa/lhe) - Zur Halbzeit des Hessentags in Bad Hersfeld haben das Land und die osthessische Festspielstadt am Mittwoch eine positive Bilanz gezogen. An den ersten fünf der zehn Tage des Landesfestes kamen laut der Hessischen Staatskanzlei mehr als 377 000 Besucher. Erwartet hatte Bad Hersfeld im Vorfeld rund 700 000 Gäste.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erklärte: "Der Hessentag in Bad Hersfeld zeigt wieder einmal die gesamte Bandbreite unseres Landes, bringt die Menschen zusammen und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt." Besonderen Dank richtete er an die Ehrenamtlichen, ohne die der Hessentag undenkbar sei: "Mit ihrem Einsatz sind sie die Seele des Hessentags."

Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos) sagte: "Wir freuen uns, dass das Programm des Hessentages so gut angenommen wird. Unsere Erwartungen wurden bislang übertroffen, nicht nur was den Besucherzuspruch angeht." Er habe auch positive Rückmeldungen von Menschen bekommen, die die Großveranstaltung vorher kritisch sahen. Fehling befand: "Wir haben in der ersten Hälfte des Hessentages tolle Veranstaltungen gesehen, geprägt von einem gut gelaunten Miteinander. Dieses Fest sollte sich niemand entgehen lassen."

Der Hessentag wird seit 1961 gefeiert und ist Deutschlands ältestes Landesfest, das ursprünglich nach dem Zweiten Weltkrieg Neubürger und Einheimische vereinen sollte.

Auch die Polizei zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Es wurden den Angaben zufolge nur "sehr wenige" Straftaten registriert. Es habe sich nur um Kleinkriminalität gehandelt. Die Polizei führt dies auf ihre deutliche Präsenz zurück. Die Beamten seien sowohl "mit dem Straftatenaufkommen als auch mit der Lenkung des Fahrzeugverkehrs sehr zufrieden". Die Stimmung sei fröhlich. Es sei bisher "zu keinen nennenswerten Handgreiflichkeiten oder Auseinandersetzungen" gekommen.

Auch die Bundespolizei, die etwa den Anreiseverkehr betreut, ist zufrieden: "Wir haben das gut gemeistert", befand der Polizeiführer der Bundespolizei, Polizeioberrat Rainer Paul. "Am Bahnhof entstand zu keiner Zeit eine gefährliche Situation für Bahnreisende; bisher kam niemand zu Schaden." Rund 43 000 Menschen nutzten bisher den Zug für die Fahrt in die Hessentagsstadt und zurück. Das seien 86 000 Reisebewegungen über den Hersfelder Bahnhof gewesen.

Unterdessen verteidigte die Hessentags-Leitung ihre Entscheidung von Dienstag, das Fest wegen einer Unwetter-Warnung erneut zu unterbrechen. "Die Veranstaltungsleitung hat ein Sicherheitskonzept unterschrieben, an dem müssen wir uns orientieren", erklärte die Bad Hersfelder Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann.

Hofmann sagte, dass das Thema Sicherheit oberste Priorität habe. Dazu gehören nicht nur die Straßen- und Betonsperren, um Fußgänger vor möglichen Terroranschlägen mit Fahrzeugen zu schützen. Dazu zählten ebenso die Sicherheitsüberprüfungen aller am Hessentag beteiligter Personen, egal ob Caterer, Journalist oder Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Bei Unwettern werden Lagebesprechungen von allen an der Sicherheit beteiligten Akteuren einberufen, wie die Stadt erklärte. Ab einer bestimmten Windstärke müssen Gegenstände gesichert, Zelte, Stände und Bühnen geschlossen werden. Besucher werden zudem gebeten, sich in Schutzräume zu begeben. Diese sind im Sicherheitskonzept festgelegt. Punkt für Punkt würden die einzelnen Schritte genau abgearbeitet. "Wir haben keine Wahl und werden auch künftig kein Risiko eingehen", versicherte Hofmann. "Alles andere wäre unverantwortlich."

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