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Hessen Sehr gutes Jahr für die Pilzsuche

Ein Korb mit Waldpilzen steht auf einem Baumstamm. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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Offenbach (dpa/lhe) - Die Pilzsaison in Hessen hat schon jetzt begonnen: "Nach ausreichend Niederschlägen und teils schwülen Temperaturen sind in Hessen schon gut Pilze zu finden", erklärte Dietmar Krüger, Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und Pilzlehrer aus Offenbach. Die Erfolgsaussichten bei der Pilzsuche in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet schätzt er hoch ein, auch wenn die Hauptsaison erst im Herbst beginne. Aktuell könne man bereits jede Menge Sommersteinpilze und Pfifferlinge finden: "Das wird aller Voraussicht nach ein sehr gutes Jahr für die Pilze - und die Sucher."

Pilze versuchen normalerweise einmal im Jahr oder mehrfach Sporen abzugeben. Abhängig von der Witterung können sie jedes Jahr erneut Fruchtkörper ausbilden. Wer bereits in den letzten Jahren Erfolg bei der Pilzsuche hatte, könnte es deshalb wieder an denselben Fundstellen probieren: "Pilze sind standorttreu - vor allem Pilze, die in Symbiose mit Pflanzen leben."

Am meisten freut sich Pilzlehrer Krüger auf die Pilzart Krause Glucke: "Die sind weniger vom Regen abhängig, da sie parasitisch leben und Bäume befallen - sie "trotzen" sozusagen, wie einige andere Arten auch, heißen Temperaturen." Das könnte für den Erhalt der Pilze immer wichtiger werden, denn auch sie sind vom Klimawandel betroffen. Trockene und sehr heiße Temperaturen ab 30 Grad vertragen viele Arten nicht. Die Pilze stellen dann ihr Wachstum ein oder vertrocknen.

© dpa-infocom, dpa:210802-99-658904/2

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