Regionalnachrichten

Hessen Sicherheitsvorkehrungen und Livestream bei Kopftuch-Tagung

Eine Frau mit Kopftuch sitzt während einer Veranstaltung im Publikum. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat am Mittwoch an der Frankfurter Universität eine Tagung über das islamische Kopftuch begonnen. Nach Protesten im Vorfeld und Anfeindungen gegen die Wissenschaftlerin Susanne Schröter hatte die Universitätsleitung vor der Veranstaltung auf die Bedeutung der Wissenschaftsfreiheit hingewiesen. Es sei inakzeptabel, wenn anonyme Gruppen Forschende in Verruf bringen oder bedrohen wollten, sagte die Universitätspräsidentin Birgitta Wolff.

Schröter, Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam, das die Veranstaltung unter dem Motto "Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" organisiert hatte, bedankte sich zu Beginn der Tagung für Solidarität aus Wissenschaft und Gesellschaft. "Ich habe anfangs gedacht: Hoffentlich wird der Raum voll", sagte sie über die Tagung, an der unter anderem Publizistin Alice Schwarzer, die Journalistin und Kopftuch-Trägerin Khola Maryam Hübsch und Vertreter von Terre des Femmes teilnehmen.

Für die 150 Saalplätze gab es rund 700 Anmeldungen. Deshalb wurde die Veranstaltung per Livestream in einen anderen Saal sowie ins Internet übertragen. Schröter wollte mit der Debatte eine umstrittene Ausstellung über muslimische Mode ("Contemporary Muslim Fashions"), die derzeit im Frankfurter Museum Angewandte Kunst gezeigt wird, in einen gesellschaftlichen Kontext stellen.

Facebookseite mit Livestream

Forschungszentrum Globaler Islam

Regionales
ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.