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Hessen Streit in eigener Partei: Geselle stellt Kandidatur in Frage

Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD).

(Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild)

Kassel (dpa/lhe) - Im Streit um die Koalitionsbildung im Kasseler Rathaus hat der sozialdemokratische Oberbürgermeister der nordhessischen Stadt, Christian Geselle, seiner eigenen Partei ein Ultimatum gestellt. In einem öffentlichen Brief stellte er am Dienstag seine Kandidatur für die SPD bei der Oberbürgermeisterwahl am 12. März kommenden Jahres in Frage, sollte die lokale Parteispitze nicht zurücktreten.

Im Juni war die schwarz-grüne Rathauskoalition in Kassel geplatzt. Die SPD hatte daraufhin Gespräche mit der CDU aufgenommen mit dem Ziel, eine Jamaika-Koalition im Rathaus zu verhindern. Während sich Geselle nun im Urlaub befand, hatte seine Partei mehrheitlich einen Abbruch der Gespräche mit den Christdemokraten über eine Zusammenarbeit beschlossen. Der Parteivorsitzende und die Co-Fraktionsvorsitzende seien ihm damit hinterrücks in den Rücken gefallen, schreibt Geselle.

"Solange diese Entscheidung nicht öffentlich revidiert wird und die dafür Verantwortlichen nicht ihre persönlichen Konsequenzen ziehen oder diese ihnen gegenüber deutlich ausgesprochen werden, bin ich entgegen meiner bisherigen Absicht nicht weiter bereit, als Kandidat der Kasseler SPD für eine Wiederwahl als Oberbürgermeister zur Verfügung zu stehen", erklärte der amtierende Oberbürgermeister.

Quelle: dpa

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