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Hessen Tarifverhandlungen für Rotes Kreuz vertagt

Das Logo des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Kassel (dpa/lhe) - Die Tarifverhandlungen für die 50 000 Beschäftigten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind am Donnerstag in Kassel ohne Einigung vertagt worden. Angesichts der besonderen Situation habe man den Arbeitgebern zum Start der Verhandlungen einen Kurzläufer-Tarifvertrag vorgestellt, der sieben Monate gelten könnte, sagte Frank Hutmacher von Verdi am Donnerstag. Dies sei ebenso wie eine Bedenkzeit von den Arbeitgebern abgelehnt worden. Die Verhandlungen würden nun am 18. November fortgesetzt.

Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten beim DRK eine Tarifsteigerung von 5,5 Prozent, mindestens aber 150 Euro für zwölf Monate. Die Ausbildungsvergütungen sollten um 150 Euro monatlich steigen. Eine zusätzliche Aufwertung von 70 bis 750 Euro müsse es für die Notfallsanitäter sowie Alten- und Krankenpfleger geben, so die Gewerkschaft.

Der Vorschlag für einen Kurzläufer-Tarifvertrag zielte darauf ab, die Tarifverhandlungen wegen der Corona-Pandemie vorerst schnell zu beenden. Bedingungen seien eine Einmalzahlung von 1500 Euro, eine Übernahme der noch in Verhandlung befindlichen Pflegeprämie sowie eine Gehaltsaufwertung der Notfallsanitäter gewesen.

Beim Deutschen Roten Kreuz arbeiten insgesamt rund 150 000 Menschen. Nur ein Drittel ist laut Gewerkschaft über die Bundestarifgemeinschaft DRK tarifgebunden.

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