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Hessen Urteil im Prozess gegen Ex-Verwaltungsmitarbeiter erwartet

Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

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Bad Hersfeld (dpa/lhe) - Im Prozess gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Kreisverwaltung Hersfeld-Rotenburg wegen Vorteilsnahme wird heute das Urteil vor dem Amtsgericht Bad Hersfeld erwartet. Der 57-Jährige hatte zum Prozessauftakt Auftragsvergaben ohne Ausschreibungen eingeräumt. Er gestand, von Januar 2009 bis Dezember 2014 immer wieder Leasingverträge für Drucker und Kopierer sowie Bestellungen für Kopierpapier im Gesamtwert von 613 000 Euro an einen Bekannten vergeben zu haben. Die Aufträge habe er nicht öffentlich ausgeschrieben oder Vergleichsangebote eingeholt. Seine Begründung: Er kenne die Firma seines Bekannten als besonders leistungsfähig, zuverlässig und preisgünstig. Außerdem sei das Unternehmen ortsnah. Zudem habe nicht er die Verträge unterschrieben, sondern der damalige Landrat.

Gegen den zweiten Vorwurf der Staatsanwaltschaft, der Angeklagte habe sich von dem Unternehmer bestechen lassen, hatte sich der 57-Jährige verwahrt. Er habe keine Einladungen zu Essen und Hotelübernachtungen angenommen.

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