Regionalnachrichten

Hessen Verband: Handwerker dürfen nicht in Pleite getrieben werden

dpa_Regio_Dummy_Hessen.png

Wiesbaden (dpa/lhe) - In der Krise um stark gestiegene Preise für Baumaterial hat das hessische Handwerk die öffentlichen Auftraggeber zur Kulanz aufgefordert. Wenn Handwerksbetriebe wegen Marktengpässen in Lieferverzug gerieten, müssten Land, Kreise und Kommunen unbedingt auf Vertragssanktionen verzichten, verlangte der Präsident des Handwerkstages (HHT), Stefan Füll, laut einer Mitteilung vom Freitag. Viele private Bauherren zeigten dem Verband zufolge in Nachverhandlungen Verständnis für die schwierige Situation der Betriebe. Diese könnten die extremen Preissteigerungen beispielsweise bei Bauholz, Dämmmaterial, Stahl oder Farben nicht alleine auffangen.

Füll warnte vor verheerenden Folgen für die regionale Wirtschaft, falls ein flexibler Umgang mit der Preiskrise nicht gelinge: "Wenn die ausführenden Handwerksbetriebe in die Pleite getrieben werden, weil die Eigenkapitaldecke durch die Pandemie ohnehin aufgebraucht ist, wäre der Schaden viel größer - für den Steuerzahler, den privaten oder öffentlichen Bauherrn und die Volkswirtschaft." Viele private Bauherren zeigten in Nachverhandlungen Verständnis, wenn zwischen der ursprünglichen Angebotskalkulation vor einigen Monaten und heute eine extreme Preissteigerung bei den Materialien aufgetreten ist.

© dpa-infocom, dpa:210514-99-597260/3

Regionales
ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.