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Hessen Virusinfektion: Zutraulicher Taunus-Luchs eingeschläfert

Ein Eurasischer Luchs schleicht durch sein Gehege. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

Oberursel (dpa/lhe) - Ein in Oberursel im Taunus gesichteter Luchs mit dem Namen "M12" ist wegen einer Virusinfektion eingeschläfert worden. Das männliche Tier hatte Anfang September mit ungewöhnlich zutraulichem Verhalten für Aufsehen gesorgt, wie der Hochtaunuskreis am Freitag mitteilte. Der Luchs wurde auf einem Schulsportplatz in Oberursel gesichtet, anschließend zog er sich in ein Wohngebiet und dort in den Garten eines Hauses zurück. Er wurde schließlich betäubt und zu Experten gebracht, die eine Staupe-Erkrankung entdeckten, die irreversible Schäden am Gehirn verursacht. Am Ende habe er nicht mehr alleine fressen können und sei eingeschläfert worden, berichtete der Kreis.

Dem hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zufolge stammt das Männchen aus dem Harz, wo es 2018 mit einem Sender ausgestattet worden war. "M12" wanderte demnach zunächst durch Nordrhein-Westfalen und kam Mitte August 2018 nach kurzen Stippvisiten für längere Zeit nach Hessen, wo er den Sender verlor. Seit August war der Luchs mehrmals im Taunus beobachtet worden.

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