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Hessen Volkmarsen-Prozess: Plädoyer der Verteidigung erwartet

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Kassel (dpa/lhe) - Im Prozess um die Autoattacke auf den Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen soll heute vor dem Landgericht Kassel die Verteidigung des Angeklagten plädieren. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft dem heute 31-Jährigen vor, am 24. Februar 2020 vorsätzlich mit einem Auto in eine Zuschauermenge gefahren zu sein und dabei mindestens 88 Menschen, darunter 26 Kinder, teilweise schwer verletzt zu haben.

Das Motiv für die Tat ist bislang völlig unklar. Der Angeklagte äußerte sich seit seiner Festnahme nicht - weder gegenüber der Polizei noch vor Gericht. Er muss sich in 88 Fällen wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung, in einem Fall wegen versuchten Mordes sowie wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Staatsanwaltschaft und Nebenklägervertreter hatten in ihren vorangegangenen Plädoyers eine lebenslange Freiheitsstrafe mit dem Vorbehalt anschließender Sicherungsverwahrung sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Das Urteil wird für den 16. Dezember erwartet.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-306916/3

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