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Hessen Wärmebild-Drohnen retten Kitze und Hasen in der Erntezeit

Ein kleines Rehkitz liegt im hohen Gras. Foto: ---/Wildtierrettung/dpa/Archivbild

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Kassel (dpa/lhe) - Kitze und Junghasen werden nach Einschätzung des Landesbetriebs Landwirtschaft immer häufiger mit Hilfe von Wärmebild-Drohnen entdeckt und vor der Gefahr durch Heuernten gerettet. Dabei werde eine entsprechende Kamera unter der Drohne befestigt, teilte die Behörde in Kassel am Dienstag mit. Auf dem Bildschirm seien dann die Temperaturunterschiede zu sehen und die Jungtiere könnten vor dem Einsatz der Mähmaschinen herausgetragen werden.

Ricken legen ihre Kitze gerne in hohen Wiesen ab, auch Junghasen verstecken sich dort. Bei der sogenannten Heumahd können sie von den Maschinen tödlich verletzt werden. Laut Auskunft des Vereins Kitzretter in Vöhl (Landkreis Waldeck-Frankenberg) sterben jedes Jahr rund 100 000 Kitze bei der Heuernte. Junghasen würden beim Mähen meist gar nicht bemerkt, hieß es von dem Landesbetrieb Landwirtschaft.

Laut Landesbetrieb darf nicht überall mit einer Drohne geflogen werden, ausgeschlossen sind etwa Naturschutzgebiete. Außerdem muss der Flug von der Landesluftbehörde genehmigt, zudem sollte er bei der Polizei angemeldet werden.

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