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Hessen Warmer Winter in Hessen mit Folgen für Käfer und Allergiker

Förster Thomas Götz zeigt an einem Baumstamm auf Borkenkäfer. Foto: Carolin Eckenfels/dpa/Archiv

(Foto: Carolin Eckenfels/dpa/Archiv)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Winter hat sich in Hessen bislang nicht von seiner rauen Seite gezeigt. Für die Wälder hat das Vorteile: Die milden Temperaturen lassen einen Pilz sprießen, der den schädlichen Borkenkäfer abtötet, wie Michelle Sundermann vom Landesbetrieb Hessen Forst berichtet. Das Käferproblem sei damit allerdings noch nicht eingedämmt. Auf den hessischen Feldern heißt es derweil Abwarten. "Wenn es so warm wird, dann kriegen die Pflanzen Frühlingsgefühle", sagt Bernd Weber vom Hessischen Bauernverband. Falls im März oder April der gefürchtete Spätfrost komme, könnten die Pflanzen Schaden nehmen.

Auch Allergiker beschäftigen die milden Temperaturen. In Südhessen seien bereits Hasel und Erle unterwegs, sagt Christina Endler, Pollenexpertin beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Auch wenn erst wenige Blüte-Meldungen eingegangen seien, könnten empfindliche Menschen bereits reagieren.

In der Rhön und im Rothaargebirge haben derweil einige Betreiber ihre Skilifte geschlossen. Eine künstliche Beschneiung sei bei den momentanen Temperaturen nicht möglich, sagte eine Sprecherin der Rhön GmbH. Ein wenig kälter werden soll es nach Angaben des DWD am Wochenende - ein richtiger Wintereinbruch sei aber noch nicht in Sicht.

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