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Hessen Warnstreik könnte Nahverkehr in Frankfurt und Kassel treffen

Ein Straßenbahn fährt über die Ignatz-Bubis-Brücke. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

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Frankfurt/Main/Kassel (dpa/lhe) - Nach der Ankündigung bundesweiter Warnstreiks rechnet Frankfurt am kommenden Dienstag mit massiven Einschränkungen bei den U- und Straßenbahnen. Es sei damit zu rechnen, dass ab etwa 3.00 Uhr für 24 Stunden alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien betroffen seien, erklärte die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiq am Freitag. Dies werde "viele Fahrgäste schmerzhaft treffen". Auch in Kassel wird ein Warnstreik erwartet.

Laut der Nahverkehrsgesellschaft werden in Frankfurt S-Bahnen, Regionalzüge und Buslinien planmäßig verkehren, so dass sie als Alternative genutzt werden könnten. Fahrgästen wurde empfohlen, möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen.

Gesicherte Informationen habe man allerdings noch nicht, erklärte traffiq: "Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nur begrenzt offenlegt, stehen diese Hinweise unter Vorbehalt und können sich auch kurzfristig ändern." Man werde im Internet, auf den Social-Media-Kanälen und mit Hinweisen insbesondere an die Radiosender regelmäßig und möglichst aktuell informieren.

Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) erklärte, dass wegen eines Aufrufs von Verdi am Dienstag voraussichtlich keine Busse und Straßenbahnen in Kassel sowie in mehreren Vororten fahren. Auch die Regiotrams - Straßenbahnverbindungen ins Umland - würden in Kassel nicht mehr fahren. Außerhalb der Stadt solle auf drei Regiotram-Linien der Verkehr aufrechterhalten werden. Busse des Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV stünden Fahrgästen als Alternative zur Verfügung.

Die Gewerkschaft Verdi wollte sich am Freitag noch nicht zur Frage äußern, was sie in Hessen plant. Sie hat zu bundesweiten Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen, um einen Tarifvertrag für alle Beschäftigten durchzusetzen. Die Arbeitgeber lehnten dies ab. Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV.

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