Regionalnachrichten

Hessen Warnstreik und Demo-Fahrt bei Hitachi-ABB Hanau

Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild)

Hanau (dpa/lhe) - Zu einem Warnstreik hat die IG Metall für diesen Donnerstag (3.12.) beim Elektrohersteller Hitachi-ABB in Hanau-Großauheim aufgerufen. Die Gewerkschaft wirft dem Management vor, den Standort für gasisolierte Schaltanlagen mit rund 350 Beschäftigten zur Jahresmitte 2021 komplett schließen zu wollen. Dagegen richten sich der Warnstreik zwischen 5.00 Uhr und 23.00 Uhr sowie eine Demonstration vor der Konzernzentrale in Zürich, zu der eine Delegation aufbrechen soll.

Die Gewerkschafter verlangen von dem japanisch-schweizerischen Konzern, dass der Standort nicht vor dem Jahresende 2023 verlagert oder geschlossen wird. Zuvor wollen sie einen "gemeinsamen industriepolitischen Zukunfts- und Sozialdialog" führen, um den Standort fortführen zu können.

Der Hanauer Betriebsratsvorsitzende Thorsten Karg sieht die Belegschaft getäuscht. Er erklärte am Mittwoch: "Das Unternehmen und die Arbeitnehmervertreter hatten sich darauf geeinigt, ein Zukunftskonzept zur Neuaufstellung des Standorts in Hanau zu entwickeln und abzuschließen. Statt einer Zukunft will man nun den gesamten Standort schließen, dagegen wehren wir uns." Man sei nicht angetreten, um allein an Abwicklungsszenarien beteiligt zu werden, ergänzte Uwe Zabel vom IG-Metall-Bezirk Mitte.

Ein Unternehmenssprecher sagte, dass man auf Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat setze, da auch rund 70 Beschäftigte aus Mannheim von den Umbauplänen betroffen seien. Die Produktion der Schaltanlagen wolle man in ein Werk in Zürich verlegen. In Hanau könnten möglicherweise Einheiten für Entwicklung, Service und Vertrieb bleiben.

Regionales