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Hessen Weitere Corona-Studie in hessischen Kitas zu Virus-Variante

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Wiesbaden/Frankfurt (dpa/lhe) - Eine neue Corona-Studie in hessischen Kitas soll der Frage nachgehen, inwieweit sich Kinder mit der sogenannten britischen Variante B.1.1.7. angesteckt haben. Wie das hessische Sozialministerium und das Universitätsklinikum Frankfurt am Samstag mitteilten, sollen die Untersuchungen am Montag (17.5.) in bestimmten Kitas beginnen. Die Teilnahme sei freiwillig. Kinder und Erzieher sollen dabei mit der "Lolli"-Methode getestet werden - sie lutschen an einem Tupfer, der dann per PCR-Test auf Sars-Cov-2 untersucht wird.

Es handele sich um eine Fortsetzung der "Safe-Kids-Studien". Angefragt wurden Kindertagesstätten, die schon bei den beiden Vorgängerstudien dabei waren. In den ersten beiden Studien waren demnach nur vereinzelt Corona-Infektionen nachgewiesen worden. An "Safe-Kids" 2 hatten Anfang des Jahres den Angaben des Ministeriums zufolge 47 Kitas mit 557 Kindern und 334 Erzieherinnen und Erziehern teilgenommen.

Die Aussagekraft für die sogenannte britische Variante sei damals allerdings stark eingeschränkt gewesen, da ihr Anteil an den Corona-Infektionen in Deutschland erst später stark zugenommen habe. "Für diese nun in Hessen vorherrschende Variante gilt eine höhere Übertragbarkeit, auch unter den Kindern, als gesichert", sagte die Frankfurter Virologin Prof. Sandra Ciesek. "Wir wollen in einer weiteren Runde der Studie daher untersuchen, ob das auch mit vermehrter asymptomatischer Virusausscheidung, und somit auch mit erhöhter Ansteckungsgefahr in den Kitas einhergeht."

© dpa-infocom, dpa:210515-99-607358/2

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