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Hessen Weniger Behandlungsfehler von Ärzten in Hessen

Ein Stethoskop liegt im Behandlungszimmer eines Arztes. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Zahl anerkannter ärztlicher Behandlungsfehler ist im vergangenen Jahr in Hessen auf 93 gesunken. Im Jahr zuvor waren es 115, wie die Landesärztekammer am Mittwoch mitteilte. Bei der Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer seien im vergangenen Jahr 858 Anträge wegen vermuteter Behandlungsfehler gestellt worden, 872 seien es im Vorjahr gewesen. Die Corona-Pandemie habe keine negativen Auswirkungen gehabt, wie die Zahlen zeigten. Die meisten Vorwürfe betrafen auch 2020 die Fachgebiete Orthopädie, Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Handchirurgie und Neurochirurgie sowie Innere Medizin.

Kammerpräsident Edgar Pinkowski appellierte an Arbeitgeber und Politik, Ärztinnen und Ärzte von administrativen Tätigkeiten zu entlasten und auf die Einhaltung der Arbeitszeit zu pochen, um die Patientensicherheit zu erhöhen. "Speziell in diesen Pandemiezeiten sind die Kolleginnen und Kollegen in Kliniken und Praxen gefordert wie nie und auf jede denkbare Unterstützung angewiesen", erklärte Pinkowski. In der Medizin gehe es jeden Tag um die Gesundheit und das Leben von Patienten. Jeder Fehler sei ein Fehler zu viel.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-201183/2

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