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Hessen Zahl der Verletzten in Volkmarsen steigt auf 76

Spuren der kriminaltechnischen Ermittlungen am Tatort in Volkmarsen sind zu sehen. Foto: Uwe Zucchi/dpa/Archiv

(Foto: Uwe Zucchi/dpa/Archiv)

Volkmarsen/Frankfurt (dpa/lhe) - Drei Tage nach der Gewalttat im nordhessischen Volkmarsen hat sich die Zahl der Opfer erneut erhöht. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen wir von 76 - teils auch schwer - verletzten Personen aus", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag. Ein Auto war am Rosenmontag in eine Menschenmenge gefahren. Der Fahrer, ein 29-jähriger Deutscher, soll es absichtlich dorthin gesteuert haben. Er sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

"Wir haben die Problematik, dass sich Opfer durch den ersten Schock nach Straftaten nicht sofort an die Polizei wenden", erklärte der Sprecher. Die Ermittler hatten dazu aufgerufen, dass sich auch Verletzte melden, die nicht in Kliniken behandelt wurden. Deswegen hatte sich die Opferzahl immer wieder erhöht. Zuletzt war von über 60 Personen, darunter 20 Kinder, die Rede gewesen. Zum gesundheitlichen Zustand einzelner Opfer und wie viele die Kliniken bereits verlassen haben, könne man keine Angaben machen, so der Sprecher.

Unklar bleibt weiter das Tatmotiv. "Die Ermittlungen, insbesondere zur Tatmotivation dauern an und werden weiterhin mit Hochdruck geführt", sagte der Sprecher. Man mache zu den Ermittlungen generell keine Wasserstandsmeldungen. Am Donnerstag eröffnete die Polizei eine Anlauf- und Betreuungsstelle für Opfer und Zeugen bei der Polizeistation in Bad Arolsen. Opferschutzberater sollten dort als Ansprechpartner bereitstehen.

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