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Hessen Zehn Jahre Haft nach lebensgefährlichen Gewaltattacken

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archivbild

(Foto: Volker Hartmann/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach zwei lebensgefährlichen Übergriffen ist ein 31-Jähriger vom Landgericht Frankfurt zu zehn Jahren Gesamtstrafe verurteilt worden. Das Schwurgericht ging jeweils von versuchtem Totschlag aus, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Der alkoholabhängige Pole hatte laut Urteil zunächst im November 2014 einen Handwerker, der sich eine beschädigte Wohnungstüre in dem Haus in Frankfurt-Hausen ansehen wollte, zu Boden gebracht und mit schweren Schuhen ins Gesicht getreten, so dass der Mann seither zu 70 Prozent erwerbsunfähig ist. 2015 schlug er demnach in einer Spielhalle in Frankfurt-Rödelheim ohne Grund einen Landsmann derart zusammen, dass dieser lebensgefährlich verletzt wurde.

Ursprünglich wurde der Angeklagte zunächst lediglich wegen der zweiten Tat zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Rahmen dieses Verfahrens stellte sich heraus, dass auch die vorausgegangene Tat auf sein Konto ging. Im zweiten Prozess wurde deshalb die Gesamtstrafe gebildet. Aufgrund seiner Alkoholerkrankung hält sich der Mann jedoch bereits seit mehr als einem Jahr in einer Therapieeinrichtung auf. Er hatte vor Gericht angegeben, sich wegen des Alkoholkonsums kaum mehr an die Taten erinnern zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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