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Hessen Zwei Zeugen im Prozess gegen Bundeswehroffizier Franco A.

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Prozess gegen den unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. werden heute (10.00 Uhr) zwei Zeugen vernommen. Sie sollen vor dem Oberlandesgericht (OLG) Angaben zu dem Tatkomplex in Wien machen. Franco A war im Februar 2017 in Wien festgenommen worden, als er eine geladene Pistole aus einem Versteck in einer Flughafentoilette holen wollte. Was er damit vorhatte, ist bisher unklar. Die Waffe war zuvor von einer Putzfrau entdeckt worden, die sich an die Polizei wandte.

In seiner Vernehmung hatte A. angegeben, die Waffe in einem Gebüsch gefunden und eingesteckt zu haben, als er nach einem Ballbesuch in Wien alkoholisiert auf dem Rückweg ins Hotel war. Kurz vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen sei ihm eingefallen, dass er die Waffe noch in der Jackentasche hatte und so habe er sie auf der Toilette versteckt.

Franco A. wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zur Last gelegt. Er soll Anschläge auf Politiker geplant haben. Der 32-Jährige legte sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zu - aus Sicht der Ankläger, um den Verdacht nach einem Anschlag gegen Flüchtlinge zu richten und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern. Die Bundesanwaltschaft sieht eine völkisch-nationalistische Haltung als Motiv. Die Vorwürfe bestreitet A. größtenteils.

© dpa-infocom, dpa:210926-99-368202/2

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