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Mecklenburg-Vorpommern 100 Menschen demonstrieren für Erhalt der Geburtshilfe

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Landesweit sind Geburtshilfe-Stationen bedroht oder schon geschlossen worden. Nun ist auch die einzige der Insel Rügen zu - vorübergehend, heißt es.

Bergen (dpa/mv) - Rund 100 Menschen haben sich am Montagnachmittag in Bergen auf Rügen versammelt, um für den Erhalt der Geburtshilfe auf Rügen zu demonstrieren. Dabei gebe es Hoffnungen, dass die am Montag in Kraft getretene Schließung der Geburtsklinik des Sana-Krankenhauses nur vorübergehend ist, sagte die frühere Landrätin des Kreises Rügen, Kerstin Kassner (Linke). Es sei deutlich geworden, dass sich das Land Mecklenburg-Vorpommern und Sana-Klinik darum bemühen, dass neue Mitarbeiter eingestellt werden. "Geburtsort Rügen darf nicht sterben", hieß es beispielsweise auf einer Protesttafel.

Das Krankenhaus hatte im April angekündigt, sich von diesem Montag an vorübergehend vom durchgängigen Versorgungsangebot der Geburtshilfe, inklusive der Geburtshilfe-Notfallversorgung, abzumelden. Als Gründe wurden etwa fehlende Hebammen genannt. Nach Angaben der Geschäftsführung befindet sich die nächste Geburtsstation auf dem Festland in Stralsund.

Für Rügen stehe viel auf dem Spiel, sagte Kassner. Sie forderte, dass die Klinik mit allen Angeboten erhalten bleibt. Es dürfe nicht zur weiteren Ausdünnung der sozialen Infrastruktur in der Region zu Lasten der Einwohner und Einwohnerinnen kommen. Sie verwies darauf, dass sich nach Bekanntwerden der Schließungspläne sehr schnell viele Menschen zusammengefunden haben, die sich für den langfristigen Erhalt der Geburtenstation engagieren. Darunter seien Hebammen und soziale Verbände oder Einrichtungen sowie Mitglieder von SPD und Linke.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-635319/2

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