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Mecklenburg-Vorpommern ADFC fordert "Mehr Platz für das Rad"

Ein Fahrrad und ein Pfeil sind auf einem Schild zu sehen. Foto: Stefan Sauer/Archivbild

(Foto: Stefan Sauer/ZB/dpa)

Schwerin (dpa/mv) - Der ADFC-Landesverband hat mit einer Protestaktion vor dem Landtag in Schwerin mehr Geld für den Bau und die Instandsetzung von Radwegen in Mecklenburg-Vorpommern gefordert. "Für jeden Autofahrer werden im Schnitt 40 Euro im Jahr ausgeben. Für Radfahrer stehen hingegen gerade mal 5 Euro zur Verfügung. An der Relation muss sich schleunigst etwas ändern", forderte der Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC), Horst Krumpen. Nur mit einer sicheren und gut ausgebauten Infrastruktur könnten mehr Menschen zum Umsteigen aufs Rad bewegt werden.

Nach seinen Angaben überreichten Vertreter der etwa 25-köpfigen Protestgruppe einen Forderungskatalog an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Darin werde unter anderem auch die Schaffung eines lückenlosen Radwegenetzes im Nordosten und die Einrichtung eines eigenständigen Rad-Referats im Landesverkehrsministerium verlangt.

"Wir brauchen endlich eine landesweite Koordinierung für das Radwegeangebot. Geht die Kleinstaaterei weiter, fällt Mecklenburg-Vorpommern als Radfahrland noch weiter zurück", warnte Krumpen. Nach seinen Angaben stieg die Zahl der Beschwerden über schlechte Radwege und Lücken im Netz von 2017 zu 2018 um 40 Prozent an.

Auf Antrag der Linksfraktion werden die Defizite im Radtourismus am Donnerstag auch Thema im Landtag sein. Die Oppositionspartei spricht sich unter anderem für die Einsetzung eines Radbeauftragten auf Landesebene aus.

ADFC MV

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