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Mecklenburg-Vorpommern AfD hält Corona-Schutzmaßnahmen in MV für verzichtbar

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Schwerin (dpa/mv) - Die AfD im Schweriner Landtag hat ihre Forderung nach Abschaffung der Corona-Schutzmaßnahmen bekräftigt. "Es ist schon verwunderlich, dass eine Handvoll schwer an Covid-19 Erkrankter die Landesregierung in Panik versetzt", erklärte am Montag in Schwerin der AfD-Abgeordnete Gunter Jess. Trotz der zuletzt wieder gestiegenen Infektionszahlen müssten nur wenige der Betroffenen in Mecklenburg-Vorpommern stationär behandelt werden. So richtig es gewesen sei, zu Beginn der Pandemie Vorsicht walten zu lassen, so wichtig sei es nun, "wieder mit gesundem Menschenverstand zu agieren und zu regieren". Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen müssten geltende Beschränkungen aufgehoben werden, so Jess.

Für Dienstag hat die Landesregierung Vertreter von Kommunal- und Sozialverbänden sowie aus Wirtschaft und Gewerkschaften zum nächsten Corona-Gipfel nach Schwerin eingeladen. Bei dem Treffen soll beraten werden, wie zusätzliche Schutzvorkehrungen für Regionen mit vielen Neuinfektionen im Land umgesetzt werden sollen. Bund und Länder hatten sich in der Vorwoche auf einheitliche Regeln verständigt, um den zuletzt starken Anstieg zu dämpfen. Als erste Region in Mecklenburg-Vorpommern hatte vor wenigen Tagen der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Marke von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten und zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen.

Nach einem ruhigen Infektionsgeschehen im Sommer waren auch in Mecklenburg-Vorpommern Anfang Oktober die Zahlen nach oben gegangen. Die Infektionsquote ist mit aktuell knapp über 100 Fällen je 100 000 Einwohner aber weiterhin die geringste in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt vier Mal so hoch.

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