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Mecklenburg-Vorpommern Alte Wohnungen meist nicht barrierefrei

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Schwerin (dpa/mv) - In den Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern besteht noch erheblicher Bedarf beim Abbau von Barrieren. So weisen nur 17 Prozent keinerlei Schwellen auf und nur etwa jede zweite Wohnung verfügt über Küchen und Bäder, die auch für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen mit Rollator problemlos nutzbar sind. Das geht aus Daten des Statistischen Amtes hervor, die im Mikrozensus 2018 erstmals erhoben wurden. Wie das Statistikamt in Schwerin am Mittwoch mitteilte, waren 8500 Privathaushalten im Nordosten Fragebögen zu ihrer Wohnsituation vorgelegt worden. Die Ergebnisse wurden für das Land hochgerechnet.

Demnach entsprachen vor allem Wohnungen, die nach 2011 gebaut wurden, in weiten Teilen den Anforderungen an barrierefreies Wohnen. Bei 57 Prozent waren alle Wohnräume stufenlos erreichbar. Bei den von 1949 bis 2010 gebauten Wohnungen lag der Anteil bei 38, bei noch älteren Gebäuden bei 24 Prozent. Mit berücksichtigt wurde dabei das Vorhandensein von Fahrstühlen.

Die größte Herausforderung bestehe in der Verbesserung der Barrierefreiheit älterer Wohnungen, hieß es in der Mitteilung. Etwa 77 Prozent der knapp 800 000 Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern wurden vor 1990 gebaut und entsprechen damit zum Großteil nicht den aktuellen Forderungen nach Barrierefreiheit. Während insgesamt etwa 15 Prozent aller Wohnungen über einen ebenerdigen Einstieg zur Dusche verfügen, sind es bei Neubauten seit 2011 immerhin schon 75 Prozent.

Pressemitteilung mit Tabelle

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