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Mecklenburg-Vorpommern Am Strand gefundener Toter wohl aus Polen

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: H.- C. Dittrich/Archiv

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Trassenheide/Stettin (dpa/mv) - Der am Wochenende im Norden der Insel Usedom angespülte Tote stammt nach ersten Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft vermutlich aus dem Nachbarland Polen. Darauf deuteten Gegenstände wie Schmuck hin, die an der bekleideten Leiche bei Trassenheide (Vorpommern-Greifswald) gefunden wurden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund am Montag erklärte. Derzeit laufe ein Todesermittlungsverfahren, Hinweise auf eine Straftat - wie äußere Verletzungen - gebe es nach ersten Erkenntnissen nicht. Die Ermittler hätten Kontakt mit polnischen Behörden aufgenommen, um die genaue Identität des Mannes zu klären. Erst danach werde entschieden, ob es eine Obduktion gebe.

Ein Wachleiter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft hatte den Leichnam am Samstag gegen 12.30 Uhr in der Ostsee vor Trassenheide gefunden und die Polizei alarmiert. Der Tote soll schon länger im Wasser gelegen haben. Auf der deutschen Seite werde bisher niemand vermisst, der auf den Fund passen würde, hieß es. Die Insel Usedom grenzt östlich an die polnischen Ostseegewässer, wo auch die Schiffseinfahrt zu Polens Nordwesten mit Stettin (Szczecin) liegt. Das Eiland gehört von Peenemünde über Trassenheide bis Ahlbeck zu Deutschland, der südliche Teil mit der größten Stadt Swinemünde gehört seit 1945 zu Polen.

PM

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