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Mecklenburg-Vorpommern Ausstellung: "Ein halbes Jahrhundert für die Kunst"

Jörg-Uwe Neumann. Foto: Bernd Wüstneck

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa)

Die Rostocker Kunsthalle hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Unter Führung von Jörg-Uwe Neumann gelangt sie zu überregionaler Bekanntheit. Eine Ausstellung gibt einen Rückblick auf 50 Jahre Kunsthalle.

Rostock (dpa/mv) - Im Schaudepot der Rostocker Kunsthalle beginnt am kommenden Freitag die Ausstellung "Ein halbes Jahrhundert für die Kunst". Hintergrund ist die Eröffnung der Kunsthalle am 15. Mai 1969. Sie gilt als der erste und einzige Neubau eines Kunstmuseums in der DDR und ist heute das größte Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kunsthalle sei ein Ort der emotionalen Begegnung und des vielfältigen Ausdrucks, der die Region über die Stadtgrenzen hinaus bereichert, sagte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). 1

Die Jubiläumsausstellung im neuen Schaudepot beleuchtet Facetten, Erfolge und Brüche der Kunsthallengeschichte. In Dekaden gegliedert, werden ausgewählte Kunstwerke, Kommentare von Zeitgenossen sowie die Katalog- und Plakatproduktionen gezeigt. "Unsere Sammlung beinhaltet mittlerweile 620 Gemälde, rund 8000 Grafiken und gut 230 Plastiken", sagte Museologin Heike Heilmann. Es sei nicht einfach gewesen, eine Entscheidung zu treffen, welche Werke innerhalb der Jahrzehnte Beachtung finden sollen.

Kunsthallenchef Jörg-Uwe Neumann, unter dessen Führung das Haus in den vergangenen zehn Jahren eine positive Entwicklung genommen hat, hob im Rückblick die Schau mit dem weltbekannten Verpackungskünstlerduo Christo und Jeanne-Claude als legendär hervor. Vorgestellt wurden auch Topstars der deutschen Kunstszene, etwa in der Ausstellungsfolge "Portfolio Berlin" oder in Einzelausstellungen von Andreas Mühe und Norbert Bisky. "In letzter Zeit stellten wir in diskutierten Ausstellungen Ikonen der DDR-Kunst vor, so die Malerei von Tübke, Mattheuer, Rink und Sitte" sagte Neumann. In Zukunft werde sich die Kunsthalle vermehrt mit osteuropäischer Kunst beschäftigen.

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