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Mecklenburg-Vorpommern Bauern haben wieder mehr Azubis: Internat gefordert

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Neubrandenburg/Güstrow (dpa/mv) - Die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hat 2020 deutlich mehr Auszubildende als in den Vorjahren für sich gewonnen. Wie der Präsident des Landesbauernverbandes Detlef Kurreck am Dienstag sagte, haben im September 414 junge Leute ihre Ausbildung begonnen, was mehr als 10 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Das zeige, dass Ausbildungen - wie die zur Fachkraft für Agrarservice - gefragt seien und diese Berufe in Krisenzeiten mehr Zulauf hätten.

Wer die Technik in der Landwirtschaft beherrsche, werde zudem auch in anderen Branchen gern genommen. Landesweit gebe es mehr als 1000 Agrar-Azubis. In den Vorjahren war die Zahl der neuen Azubis gesunken.

Unterstützung forderte Kurreck trotzdem vom Land und den Landkreisen ein. So seien zwei funktionierende Agrarberufsschulen mit Internaten in Neubrandenburg-Tollenseheim und Jördenstorf (Landkreis Rostock) geschlossen worden. Dafür finde Berufsschule nun zentral in Güstrow statt. Dort fehlten aber Internatsplätze für die 16- bis 18-jährigen Azubis. "Das ist eine Zeit, in der die Jugendlichen zusammen leben und lernen wollen", sagte Kurreck. Die Realität sei, dass viele sich Wohnmöglichkeiten in sogenannten Brennpunktvierteln suchen müssten. "Hier wurde der zweite Schritt vor dem ersten Schritt gemacht." Die Landwirtschaft ist mit 20 000 Beschäftigten eine der größten Branchen im Nordosten.

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