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Mecklenburg-Vorpommern Bergungsdienst holt Sprengstoffe aus Mehrfamilienhaus

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

(Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild)

Stralsund (dpa/mv) - Der Munitionsbergungsdienst hat am Mittwoch in Stralsund explosive Stoffe aus der Wohnung eines 28-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus geholt. Sie sollten augenscheinlich der Herstellung von Sprengstoffen dienen, teilte die Polizei mit. Eigentlich waren die Beamten in der Nacht von Hausbewohnern gerufen worden, weil die Musikanlage des Mannes sehr laut war. Die Polizisten forderten den unter Alkohol- und Betäubungsmitteleinfluss stehenden Mann auf, die Anlage abzubauen.

Dabei bemerkten sie die Substanzen wie verschiedene Flüssigkeiten, darunter Säuren, Pulver, Knallkörper, Zündschnüre und eine Hydraulikpresse. Die Stoffe wurden von Mitarbeitern des Munitionsbergungsdienstes in einer Sprengkapsel abtransportiert und werden in einem abgelegenen Gelände kontrolliert gesprengt, hieß es.

Gegen den 28-Jährigen wurde eine Anzeige wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erstattet. Der Mann sagte der Polizei, dass er gerne experimentiere.

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