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Mecklenburg-Vorpommern Blitzer "weckt" Autofahrer - und wird umgefahren

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder/dpa

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Mit zu hoher Geschwindigkeit "geblitzt" zu werden, ist meist ärgerlich für Auto- oder Lasterfahrer. In Mecklenburg hat ein Mann das hochmoderne Messgerät mit seinem Wagen gleich kaputtgefahren.

Sievershagen (dpa/mv) - Ein Autofahrer im Sekundenschlaf soll auf der Bundesstraße 105 in Sievershagen bei Rostock von einem Blitzer geweckt worden sein - und hat diesen dann umgefahren. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte, kommt auf den 26-Jährigen aus dem Landkreis Rostock nun Schadensersatzforderungen von mehreren zehntausend Euro zu.

Der Mann soll von dem Blitz der Messung so aufgeschreckt worden sein, dass er mit dem Auto nach rechts von der Fahrbahn abkam und das Geschwindigkeitsmessgerät komplett umfuhr. Ein Zeuge habe die Polizei alarmiert. In dem Ort dürfe man maximal 50 Stundenkilometer fahren, der Fahrer war vermutlich schneller, sagte ein Beamter.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Das zuständige Ordnungsamt sammelte die nicht mehr funktionsfähige Blitzersäule ein. Bei dem Fahrer sei keine Beeinflussung durch Drogen oder Alkohol festgestellt worden, hieß es. "So einen Unfall hatten wir noch nicht in der Region", meinte ein Polizist.

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