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Mecklenburg-Vorpommern Bundespolizei entdeckt 31 Flüchtlinge in Kleintransporter

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild)

Boock (dpa/mv) - Die Bundespolizei hat am Samstagmorgen in Boock unweit der deutsch-polnischen Grenze in einem Kleintransporter 31 Iraker aufgegriffen. Den 19 Männern, 2 Frauen und 10 Kindern sei es teilweise nicht besonders gut gegangen, teilte die Bundespolizei mit. Die Kinder trugen demnach verschlissene, feuchte Schuhe. Die Füße waren zum Teil mit Alufolie eingewickelt und dadurch wund. Alle Flüchtlinge seien zur Bundespolizeiinspektion Pasewalk gebracht worden.

Der polnische Transporter hatte die Grenze in Blankensee im Landkreis Vorpommern-Greifswald passiert und war von der Bundespolizei gestoppt worden. Dessen 34 Jahre alte Fahrer sei in Gewahrsam genommen worden. Bei der Durchsuchung des polnischen Schleusers wurden den Angaben zufolge ein großes Einhandmesser und eine Sturmtarnhaube gefunden.

Migranten zumeist aus dem arabischen Raum versuchen seit Monaten verstärkt, über Belarus in die EU zu gelangen. Dabei nutzen sie auch den Weg über Polen nach Deutschland. Die Regierungen Deutschlands und Polens beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU zu hindern - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

© dpa-infocom, dpa:211023-99-708056/2

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