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Mecklenburg-Vorpommern Corona-Krise trifft Fleischer in touristischen Regionen

Ein Fleischer-Facharbeiter an einer Wurstmaschine. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Schwerin (dpa/mv) - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen. Obwohl sie ihre Läden weiterhin öffnen dürfen, bekommen das auch die Fleischereien des Landes zu spüren. Besonders betroffen sind Betriebe in den touristischen Regionen. "Mein Umsatz ist zwischen 75 und 80 Prozent zurückgegangen", sagte Jens Wollin der Deutschen Presse-Agentur. Er betreibt eine Fleischerei in Heringsdorf auf Usedom und ist stellvertretender Landesinnungsmeister des Fleischerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern.

Wie viele Unternehmen auf der Insel, sei auch seine Fleischerei stark vom Tourismus abhängig, sagte er. Er musste aufgrund der Corona-Krise seine Öffnungszeiten verkürzen und Kurzarbeitergeld beantragen. Nach dem Winter sei der finanzielle Spielraum seines Betriebes schon unter normalen Umständen eingeschränkt. Wenn die Sommersaison nun komplett wegfalle, werde es schwer das Familiengeschäft am Leben zu halten.

Auch im Rest Mecklenburg-Vorpommerns bekommen die 121 Betriebe des Fleischerhandwerks die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren. Die Fleischer seien größtenteils auf die drei Geschäftsfelder Catering und Party-Service, Imbiss- und Thekenverkauf ausgerichtet, sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverbands, Torsten Gebhard. "Die Einnahmen aus den ersten beiden Feldern gehen derzeit gegen Null." Je stärker der Fokus der Fleischer auf diesen Bereichen liege, desto größer fielen derzeit ihre Verluste aus.

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