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Mecklenburg-Vorpommern Corona setzt Kirche finanziell unter Druck

Ein Kreuz steht unter wolkenverhangenem Himmel auf einer Kirchturmspitze. Foto: Friso Gentsch/dpa/Illustration

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Güstrow (dpa/mv) - Die Corona-Krise setzt die evangelische Kirche in Mecklenburg-Vorpommern finanziell stark unter Druck. Der Kirchenkreis Mecklenburg muss seine Rücklagen angreifen, um den Gemeinden 2021 Stabilität zu geben, wie ein Sprecher mitteilte.

"Die Corona-Pandemie stellt alle Mitarbeitenden und Gremien in unserer Kirche vor große inhaltliche Fragen", sagte Propst Wulf Schünemann bei den Haushaltsberatungen der Synode des Kirchenkreises am Samstag in Güstrow laut Pressemitteilung. "Gerade nicht jetzt sollten wir in der Breite durch Finanz- und Strukturfragen abgelenkt werden." Sollte die Pandemie allerdings das gesamte nächste Jahr noch negative Auswirkungen haben, müsse auf allen Ebenen neu über die Prioritäten bei der Finanzierung nachgedacht werden.

Der Kirchenkreis erwartet einen starken Rückgang der Kirchensteuer-Einnahmen aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung infolge der Corona-Krise. Außerdem sank die Zahl der Kirchenmitglieder in Mecklenburg im vergangenen Jahr weiter von rund 167 000 auf 160 000.

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